US Muskelspiele

Der bis Dezember 1999 gültige Beschluß der EU, den Problemfall Türkei aus der EU herauszuhalten ist inzwischen Geschichte. Unter dem Druck unseres "Überfreundes" USA sind die ohnehin mit wenig Rückgrat ausgerüsteten Politiker in Berlin und Brüssel klanglos eingeknickt. Die Türkei wurde bzw. wird kurzerhand zu einem europäischen Land erklärt und schon kann die Aufnahme wunschgemäß vollzogen werden. Selbstverständlich, wie die Osterweiterung, zum Nachteil für das deutsche Volk.

Politik kann so einfach sein, wenn man nur Befehle ausführt.

Durch die Anbindung der Türkei an die EU soll gewährleistet werden, das dieser asiatische Staat auch in Zukunft die Rolle des Türöffners für die USA im Kaukasus und in Zentralasien spielt.

Die riesigen Bodenschätze dieses Raumes winken und Europa hat gefälligst dem amerikanischen Überfreund die profitable Ausbeutung zu ermöglichen. Die Spielregel lautet, das politische und finanzielle Gesamtrisiko für den “verbündeten Freund” und die Profite alleine für die Wallstreet. Ein neuerer europäischer Großversuch dieser gerechten Arbeitsteilung, der Kosovo-Krieg, verlief  für die USA sehr positiv. Die machtpolitischen Vorteile und die Gewinne der amerikanischen Rüstungsindustrie blieben im eigenen Lande, die geopolitischen Nachteile und militärischen Folge- bzw. Aufbaukosten verbleiben gerechterweise den Europäern, d.h. besonders dem zum US-Vasallen herabgesunkenen Deutschland.
Leider werden die gravierenden Folgen eines möglichen EU-Beitritts der Türkei  in den Medien selten diskutiert und in der offiziellen Politik schon gar nicht.

Sollte es zu einer Vollmitgliedschaft der Türkei kommen, könnten Schätzungen zufolge, gut fünf Millionen Türken ihre Chance in Deutschland suchen. Diese Einwanderungswelle käme zu dem bereits bestehenden Einwanderungsdruck hinzu. Trotz des seit 1973 bestehenden Anwerbestops ziehen immer noch jährlich 80.000 Türken im Rahmen der sogenannten “Familienzusammenführung” nach Deutschland. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 1997 hat dieser Form von Einwanderung Tür und Tor geöffnet.

Das Urteil sieht vor, daß jeder türkische Staatsangehörige, der länger als ein Jahr in einem Staat der EU beschäftigt war, Anspruch auf eine uneingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung und das Recht auf Familienzusammenführung hat.

Die berufliche Qualifikation dieser Einwanderer ist in der Regel  äußerst gering. In der Mehrheit entstammen sie und ihre hier lebenden Verwandten den insbesondere von Analphabetismus und Arbeitslosigkeit geprägten östlichen Provinzen der Türkei. 1996 betrug die Arbeitslosenquote der Türken in Deutschland 22,5 %. Bis zum Jahre 2006 sollen sich die Kosten für die türkischen Zuwanderer auf geschätzte 42 Milliarden DM belaufen.
Die laufende Zuwanderung ist neben den sozialen Problemen mit gravierenden Umweltbelastungen verbunden.
Erstens muß unsere Infrastruktur durch zusätzlichen Bau von Straßen, Wohnungen und Schulen ständig zu Lasten der unbebauten Landschaft angepaßt werden, d.h. Deutschland wird langsam aber sicher zubetoniert.
Zweitens führen  erhöhtes Verkehrsaufkommen, zusätzliche Belastungen der Entsorgungssysteme für Abwasser und Müll, sowie steigender Verbrauch von Energie, Wasser und   knappen Rohstoffen, wie z.B. Erdöl, zu ansteigenden Kosten und abnehmender Lebensqualität im kleinen Deutschland. Die dichtestbesiedelte Bundesrepublik braucht  keine Einwanderung, sondern zügige Rückwanderung. Nur so lassen sich neben der Entschärfung der sozialen Problematik u.a. ausreichende  Flächen für Landwirtschaft und Wiederaufforstung erhalten bzw. wiedergewinnen. Ein zukunftträchtiges nationales Energiekonzept, sowie vermehrter Pflanzenwuchs auf den erhaltenen bzw. wiedergewonnenen Flächen sind u.a. eine bessere, billigere und vernünftigere Methode die Umweltbelastungen zu verringern,  als das ideologisch verklemmte rot-grüne Herumgeschraube an der arbeitsplatzvernichtenden und die Armut fördernden Zwangsabgabe Ökosteuer.
Stattdessen darf sich das deutsche Volk, seine Kommunen, seine rechtstaatlichen, christlich geprägten Standards und seine sozialen Einrichtungen auf eine von politischen “Gutmenschen” gestaltete türkische bzw. multiethnische  Zukunft freuen.
Die Aufnahme der Türkei  in die EU würde insgesamt eine eklatante Schwächung Europas bedeuten. Die Türkei ist innerstaatlich schwer gefährdet, denn die mit Mühe und Not aufrechterhaltene Trennung zwischen Staat und Islam wird früher oder später zerbrechen und Fundamentalisten werden das politische Ruder übernehmen.
Die EU hätte dann ein bevölkerungsreiches Land in ihre Organisationen aufgenommen, in dem  plötzlich die Scharia, das islamische Recht als Rechtsystem gilt. Was das für die innerrechtliche Entwicklung Europas bedeuten wird, das wird jedem nur halbwegs wachen und politisch interessierten Bürger sofort klar.

Nicht, daß die USA die türkischen Problemfälle Kurdenfrage und Fundamentalismus nicht sähen, allein für sie sind ganz andere Kriterien politischer Strategie von Bedeutung: nie zuvor war die Türkei für die USA von ähnlich wichtiger geostrategischer Bedeutung.

Die Einbindung Ankaras in amerikanische Interessen ist in den Augen Washingtons notwendig für die Einflußnahme im Balkan/Kaspischen Raum, sowie des Nahen und Mittleren Ostens.
Eine Lösung der palästinensisch-israelischen Frage wird ohne den Katalysationsfaktor Türkei und dessen Einfluß (Wasser) auf den Irak kaum möglich sein.
Schließlich unterstützen die politischen Ambitionen Ankaras (Großtürkei) in der Kaukasusregion und des Raumes um das Kaspische Meer die Wallstreet-Interessen.

Nach neueren Schätzungen lagern im Kaspischen Becken und unter dem Kaspischen Meer die weltweit größten Vorräte an Öl und Erdgas. Die Verfügungsgewalt über diese ungeheuren Lagerbestände würde allein schon die Vorherrschaft über die Welt sichern. Um nichts anderes ging und geht es bei den Auseinandersetzungen in Afghanistan, Berg-Karabach, Irak, Iran und Tschetschenien etc..

Die beinharte amerikanische Selbstsucht liefert einen Vorgeschmack darauf, was Europa und die Welt im Sinne globaler Politik unter US-amerikanischer Führung in Zukunft zu erwarten hat.

Für den aufmerksamen Leser ist die bestehende Befehlskette, trotz der medialen Vernebelungstaktik (Stichwort Verstimmung zwischen den USA, Deutschland und Frankreich) klar, "die Nationalstaaten bekommen Ihre Befehle aus Brüssel, die EU ihre Befehle von Washington, und Washington aus Israel. Man kann Israel auch durch jüdisch dominierte "internationale Hochfinanz" ersetzen". Sharon hat ja bezüglich der jüdischen Macht in den USA kein Blatt vor den Mund genommen.
Wer das nicht glauben will, der lese aufmerksam das Buch “Die einzige Weltmacht” des amerikanischen politischen Insiders Zbigniew Brzezinski, oder überdenke einmal gründlich Henry  Kissingers Aussage: “Wenn man die Kontrolle über die Nahrungsmittel hat, hat man die Kontrolle über das Volk. Hat man die Kontrolle über das Erdöl, so hat man die Kontrolle über die Nationen. Wenn man die Kontrolle über das Geld hat, kontrolliert man die Welt.”

Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage, warum u.a. die harte Leistungs-DM gehen mußte, um dem weichen Kunstgeld EURO Platz zu machen.
Bezogen auf den imperialen Ehrgeiz, die Machtgier und den Größenwahn der US-amerikanischen Politik paßt die Feststellung des Kirchenvaters Augustinus, “was anders sind große Reiche, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden” (De civitate Dei). 

Ein Gewitter braut sich bereits im Kaspischen Raum zusammen, denn es ist höchst unwahrscheinlich, daß Rußland, China und die übrigen Anrainer weiterhin gutwillig die direkte und indirekte Einmischung der raumfremden Macht USA  ertragen werden.

Zweifellos wird auch Deutschland mitbetroffen sein, denn die Politik der bisherigen Bonner/Berliner Führungsriegen hat die Bundesrepublik zum gehorsamen, entmündigten Hilfsverpflichteten der USA gemacht.

Ein deutlicher Hinweis ist die Feststellung der Berliner "Strategen", daß die Verteidigung der Bundesrepublik bereits am Hindukusch beginne.

Arme  deutsche Soldaten - ein fürchterliches Schicksal, unwissend für fremde Interessen in Afghanistan, auf dem Balkan oder in Zukunft überall wo es die USA/Israel verlangen werden, Gesundheit und Leben einsetzen zu müssen.

Da lobe ich mir die französische Fremdenlegion, diese Soldaten wissen, daß sie Söldner sind.