Registrierte Ausländer in Deutschland

Die hier wiedergegebene Statistik werden spätere Soziologengenerationen vielleicht einmal als historisches Dokument betrachten. Denn infolge der zum 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Einbürgerungsregelung für Ausländer werden amtliche Angaben über in Deutschland lebende "Ausländer" in Zukunft keinerlei Aussagewert mehr besitzen.

Wenn jedes Jahr Hunderttausende Nichtdeutsche die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, sinkt zwar der amtliche Ausländeranteil an der deutschen Bevölkerung, in Wirklichkeit jedoch werden die Neueingebürgerten unter der Rubrik "Inländer" subsummiert.

Wie "deutsch" diese Neu-Bundesbürger tatsächlich sind, darüber kann man streiten (sh. dazu die "real existierenden" Zustände in den "Ghettos" der Großstädte und die Kriminalstatistik).

Hier also, vermutlich letztmals in der deutschen Statistikgeschichte, die Zahlen zum nichteingebürgerten Ausländeranteil an der deutschen Bevölkerung seit 1951.

Erstaunlich ist, daß trotz unverändert hoher "Zuwanderung" und großzügiger Aufenthaltsgewährung für Millionen ethnisch fremder Kriegs- und Armutsflüchtlinge, osteuropäischer Juden und Übersiedler, die amtliche deutsche Einwohnerstatistik einen gleichbleibenden Ausländeranteil von etwa 7,5 Millionen Ausländern ausweist. Der Verfassungsschutz-Präsident Ernst Fritsch bezifferte aber den Ausländeranteil Ende der  90-er Jahre bereits mit mehr als 10 Millionen.

Damit der deutsche Bürger nicht zu widerspenstig wird, wird seit 1994 der Anteil von Ausländern in der jährlichen Sozialbilanz nicht mehr ausgewiesen.

Bemerkung: Selbst die o.a. auf amtlichen Angaben beruhende Zahlenreihe gibt die Dynamik der Entwicklung nicht wieder, weil schon in den sechziger und siebziger Jahren Einbürgerungen erfolgten - und zwar in rapide steigendem Maße - und die Zahl der Asylsuchenden und Flüchtlinge sprunghaft anwuchs, die nicht mehr unter der statistischen Größe "Ausländer" erscheinen. Allein im Zeitraum zwischen 1988 und 1999 sind mehr als zwei Millionen Ausländer eingebürgert worden und erhielten einen deutschen Paß. Schätzungen zufolge könnten von den gegenwärtig ca. 7,35 Millionen in Deutschland registrierten  Ausländern drei bis vier Millionen einen "Doppelpaß" erhalten.

Und schon jetzt ist davon auszugehen, daß unter Berücksichtigung der etwa 1,6 Millionen Asylsuchenden und Bürgerkriegsflüchtlinge etwa jeder neunte in Deutschland Lebende nicht als Deutscher geboren wurde -Tendenz weiter steigend. 

(Quelle: Opposition 2/2000

Heiße Worte im Parlament und kalte Taten in der Praxis. Erinnern Sie sich noch?

“Mit weit über vier Millionen Ausländern ist die Aufnahmefähigkeit der deutschen Gesellschaft erschöpft, wenn nicht ganz große Probleme entstehen sollen. ... Mehr als 4,5 Millionen können wir nicht mit Anstand verdauen.” (Bundeskanzler Helmut Schmidt im November 1981)

“Es besteht Einigkeit, daß die Bundesrepublik Deutschland kein Einwanderungsland ist und auch nicht werden soll. Das Kabinett ist sich einig, daß für alle Ausländer außerhalb der EG ein weiterer Zuzug unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten verhindert werden muß.” (Erklärung der SPD/FDP Bundesregierung am 11. November 1981)